Das Engagement in den sozialen Medien ist keine rein berufliche Angelegenheit, doch oft auch keine rein private. Mitarbeitende twittern, posten und tauschen, was und wann sie wollen, auch über ihren Arbeitgeber. Die mobilen Applikationen erleichtern dies. Eine reine Top-down-Kommunikation hat gute Chancen kontraproduktiv zu wirken. Das Ziel sollte die Akzeptanz der in den Guidelines transportierten Botschaften sein und dementsprechend erstellt und eingeführt werden. Unternehmen, welche die Plattformen zur internen Nutzung freigegeben haben, zählen auf die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden und die Führungskompetenz der Vorgesetzten.

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Social Media Guidelines können sehr hilfreich sein. Einen ihrer wichtigsten Dienste, die Auseinandersetzung mit dem Thema ist bereits getan, wenn die Guidelines so eingeführt wurden, dass sie von den Bezugsgruppen akzeptiert werden. Sie werden mit Vorteil schriftlich festgelegt, um Unternehmen wie Mitarbeitenden zu ermöglichen, sich bei Unstimmigkeiten darauf zu beziehen.

via bisculm.com

Alter Wein in neuen Schläuchen – oder: immer wieder die gleiche Leier. Manche Dinge ändern sich scheinbar auch in dieser hyperaktiven, hyperdynamischen 2.0-Gedöns Welt nicht so schnell.

Ihr kennt das sicher: Wenn ihr durch weniger überkommerzialisierte Einkaufsstraßen, z.B. die untere Berger Straße, geht, gibt es immer wieder Ladenbesitzer, die draussen vir der Tür auf das notwendige Übel, den Kunden, warten. Aber auch im eCommerce bzw. “Social Business”, gibt es scheinbar solches Verhalten, wie dieser Beitrag zeigt:

Die Äquivalente zum unfreundlichen Verkäufer oder dem Ladenbesitzer, der seinen Eingang bewacht, [''der macht's nicht mehr lange.''] sind zahlreich: schlecht funktionierende Suchfunktonen, fehlende Beschreibungstexte, irrsinnige Versandkosten, umständliche Zahlarten, Kaufen nur nach Anmeldung. Besonders wichtig: schlechtes Beschwerdemanagement.

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[Den Vor-dem-Laden-Steher] kann man nämlich gerade im Social Web ausgezeichnet erkennen. Zum Beispiel an Twitter-Accounts, die nur aus Links auf den eigenen Shop auskommen und die Anfragen logischerweise ignorieren. An Facebook-Fanpages, die seit Wochen unangetastet vor sich hinschimmeln und auf denen Kunden vergeblich Anfragen stellen. An brachliegenden Blogs voller Pressemitteilungen. Die Liste ließe sich ewig fortsetzen.

Da sage ich immer: Wenn man partout nicht will, am besten gar nicht erst anfagen.

Tissler, Jan. ”Business as Social” in: t3n 24, S. 157. Juni 2011

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Eine anschauliche Grafik habe ich eben bei t3n gesehen: Was im Internet – und besonders in den Social Media – in 60 Sekunden alles passiert. User-Generated Content liegt wohl immer noch ganz ganz weit vorne.

Infografik: 60 Seconds - Things That Happen On Internet Every Sixty Seconds - by: Shanghai Web Designers

Infografik: 60 Seconds – Things That Happen On Internet Every Sixty Seconds – by: Shanghai Web Designers
via t3n.de

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Im vergangenen Sommer erhielt ich als Amazon Advantage-Kunde die Nachricht, dass nun der Amazon Vine Produkttester-Club eingerichtet wurde. Ich ließ es mir nicht nehmen, meine eigenen Gedanken darüber im Äther zu verbreiten.

Ich stelle aber fest, dass dies immer wieder ein gefragter Artikel hier auf meinem Blog ist. Denn in diesen neun Monaten, seit dem er existiert, ist er immer wieder unter den Top-5 der am meisten abgerufenen Beiträge. Woher ich das weiß? Ich beobachte euch! ;-)

Jedenfalls will ich genau deshalb noch ein paar weitere Infos zum Amazon Vine-Programm hier posten.

Die offizielle Beschreibung des Amazon Vine – Club der Produkttester

Amazon Vine – Club der Produkttester ist ein Programm, dass es einer ausgewählten Gruppe von Amazon Kunden ermöglicht, ihre Meinung zu neuen und Vorabprodukten zu äußern, um andere Kunden beim Kauf zu unterstützen. Die Kunden werden zur Teilnahme am Amazon Vine – Club der Produkttester eingeladen und zwar anhand ihres Ansehens in der Amazon Gemeinschaft für präzise und nützliche Bewertungen. Amazon stellt Amazon Vine – Club der Produkttester-Mitgliedern kostenlose Muster von Produkten zur Verfügung, die Hersteller zum Programm beigesteuert haben. Amazon beeinflusst die Meinungen der Amazon Vine – Club der Produkttester-Mitglieder nicht und bearbeitet deren Bewertungen nicht.
via amazon.de

Ausserdem erscheint bei dem Aufruf der (nicht existierenden) Seite amazon.de/gp/vine der Hinweis

Suchen Sie nach Informationen über Amazon Vine – Club der Produkttester? Vine ist ein Programm, zu dem Amazon ausgewählte Kunden als Rezensenten einlädt. Eine Chance für eine Teilnahme am Vine-Programm haben Kunden, die hilfreiche und faire Kundenrezensionen für Amazon.de verfassen. Weitere Informationen zum Erstellen von Kundenrezensionen finden Sie hier.

ebenfalls via amazon.de

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Amazon sucht sich also selbst die Leute aus, die an dem Vine-Programm teilnehmen sollen/dürfen. Ist doch klar, denn nur so haben sie halbwegs Kontrolle darüber, wer die Leute sind und was bei deren Produktrezensionen so rauskommen kann. Es geht hierbei natürlich um mehr, als nur Schönmalerei, hoffe ich zumindest. Denn Produktfeatures zu erklären gelingt z.B. nicht jedem, aber bei manchen fängt es schon beim Wortschatz an.

Weitere Informationen zum Amazon Vine-Programm

Die der englischen Wikipedia hat darüber sogar einen eigenen Artikel, der ziemlich ausführlich ist. Interessant hierbei ist in meinen Augen das Produktverteilungsverfahren. Denn scheinbar können Vine-Teilnehmer die Produkte bestellen:

Books make up the bulk of available items, and are offered to almost every member. However, there is a large variety of other products available, ranging from $1 stationery products to $5,000 treadmills. Examples of popular electronics offered to Vine members include GPS navigators, PC gaming products, netbooks, tablet PCs, NAS devices/servers, cameras, camcorders, speakers, hard drives, etc.

Items are given to Vine members free of charge. In return, members are required to post reviews for 75% of the received items before ordering new ones.

via en.wikipedia.org

Also: Um Amazon Vine Mitglied zu werden muss man nicht nur viele und gute Rezensionen schreiben, sondern diese sollten auch von anderen Mitgliedern überwiegend als “hilfreich” bewertet werden – so wird es zumidnest unterwschwellig propagiert. Die Autoren des Wikipedia-Beitrags meinen hierzu jedoch:

Amazon has not revealed the criteria they use for selecting users. Membership is through invitation only. Potential members of Vine are invited into the program through email or by a special link on the Amazon.com home page.[citation needed]

Amazon states that members are invited “based on the trust they have earned in the Amazon community for writing accurate and insightful reviews” [1] however it has been noted that some reviewers have only 1 review on their profile when they were asked to join.

via en.wikipedia.org

Es scheint, als müsste man, um Teilnehmer zu werden, dann doch auf Würfelglück hoffen oder aber genügend “Vitamin B” haben.

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Gestern habe ich sie gerade als TV-Werbespot gesehen, die Google Suchgeschichte “Deutsch-Französische Liebe“. Sehr schön gemacht, aufs Wesentliche reduziert und vor allen Dingen steht die Marke nicht nur im Vordergrund, sondern ist mit den Produkten lupenrein, sinnvoll und logisch in die Story eingebunden. Mit einem Augenzwinkern muss ich natürlich bemerken, dass es von diesem Spot eine normale und eine Street-View-Version gibt. Letztere wurde gestern auf Pro Sieben ausgestrahlt – ich unterstelle da mal pure Absicht! ;-)

“Deutsch-Französische Liebe (street view)” von Google Suchgeschichten auf YouTube

Der zugehörige YouTube-Channel hat übrigens auch alle anderen Google-TV-Spots. Allesamt sind sehr schön einfach gemacht, gut durchdacht, emotional und absolut auf Google und seine Produkte maßgeschneidert. Hier finde ich noch mit am besten den “Kindertraum“. Klasse!

In genau eine ähnliche Kerbe, wie der oben gezeigte TV-Spot schlägt der Kurzfilm “A Life in Facebook.” Eigentlich ist es kein richtiger Werbefilm – zumindest wäre mir das neu – aber irgendwie ist es das doch, selbst wenn es nicht die Absicht des Machers war.

“A Life On Facebook” auf YouTube

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Ganz anders, aber auch durchaus gelungen und wieder von Google: Der Jahresrückblick 2010. Google als Suchgigant hat da natürlich ganz andere Metriken, um die (nachträglich) wichtigen Personen und Ereignisse aus dem fast abgelaufenen Jahr 2010 festzustellen. Keine aufwändige Redaktion, die Themen und Gäste für Günter Jauch und Grinsebacke Geissen aufbereitet und daraus eine zwei bis vier Stunden langweilige “Unterhaltungsshow” zusammenkleistert. Einfach mal die Suchanfragen nach Häufigkeit und Zeit sortiert, auf 175 Sekunden zusammengedampft und schwupp, da ist es:

Google Zeitgeist 2010 auf YouTube

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Der CMO muss sich die Schuhe des Kunden anziehen, wenn er ihn verstehen will. Er darf ihn nicht als Zielgruppe anonymisieren, der man eine Ware aufschwatzt. Er muss ein Problemlöser für die Menschen sein. Er muss den Kunden als Freund erreichen, dem man einen Gefallen tut. Social Media sollte nämlich mehr sein als eine sozial angehauchte Kampagne. Es ist eine soziale Aufgabe.

via blog.marketingverband.de – Gastbeitrag von Olaf Kohlbrück, Hervorherbung von mir

Es ist doch eigentlich total einfach – aber warum haben das so viele imme rnoch nicht kapiert? Warum laufen so viele noch dem verstaubten Absatzmarktgedrücke hinterher und lassen sich von dem Motto leiten “Kauf ohne nachzudenken schnell unseren Mist!“? Und dann wundern sie sich, warum das nicht funktioniert.

Genau so kann es nämlich klappen, Produkte zu verkaufen, die die Kunden haben wollen: Ohren auf, zuhören, anpassen, verbessern – schlichtweg: Probleme lösen. Im eigenen Elfenbeinturm sind die meisten “Probleme” die ein Produkt vorgibt zu lösen, gar nicht existent. Man könnte sogar so weit gehen, dass die meisten Massenwaren (Konsumgüter) vollkommen redundant sind und eigentlich von den Märkten verschwinden sollten, weil sie de facto niemand braucht. Das wird vermutlich der “Power Shift” von selbst erledigen. Denn der ist – nach alter Marketing-Schule – die “unsichtbare Hand”, die die Märkte reguliert.

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MTV, Volkswagen und Nielsen haben in einer gemeinsamen Studie herausgefunden, wie man am besten mit jugenlichen in sozialen Netzwerken kommuniziert. Dabei ist mit “jugendlich” in dieser Studie (so, wie ich es verstanden habe) das Gros der 14 bis 29-jährigen gemeint. Die Ergebnisse der Studie hat vorgestern internet Wolrd Business veröffentlicht.

Wie sollen Marken in Social Media kommunizieren? Hier gibt die Studie sechs Richtlinien:

  • Ehrlich statt erhaben: Die jungen Netzwerker wünschen sich einen ehrlichen Austausch auf Augenhöhe.
  • Ideenreich statt imitierend: Alter Wein in neuen Schläuchen kommt auch bei den jungen Netzwerkern nicht gut an. Eigene Ideen sind gefragt.
  • News statt nerven: Bitte nicht Spammen. Echte News und spannende Geschichten sollen es sein.
  • Privat statt penetrant: Soziale Netzwerke sind immer auch private Orte. Die jungen Netzwerker wollen sich nicht überwacht fühlen.
  • Interaktion statt Infantilismus: Nutzer von sozialen Netzwerken wollen nicht wie kleine Kinder mit Informationen berieselt werden, sie wollen einen echten Dialog.
  • Benefit statt Bonbon: Wenn User sich als Fans, Follower oder in irgendeiner anderen Form engagieren sollen, muss für sie klar sein, was es ihnen selbst bringt.

via internetworld.de

Ich frage mich ernsthaft, warum dazu noch viel Geld für Studien ausgegeben wird? Im Grunde ist das doch glasklar und betrifft nicht nur die Kommunikation in sozialen Netzwerken. Im Grunde genommen sollten marken genau so immer mit ihren Kunden, Bald-Kunden, Interessenten und Stake-Holdern kommunizieren!

Das man das den Dampfplauderern aus den Marketing-Abteilungen immer wieder unter die Nase reiben muss liegt wohl daran, dass in unseren Universitäten noch der Kenntnisstand und die Erfahrungen aus den Achtzigern und Neunzigern vermittelt werden. Und dieses 80er-Jahre-Wissen aber auch leider State-of-the-Art oder sogar neumodischer Quatsch in den Führungsetagen vieler werbungtreibenden Unternehmen zu sein scheint.

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Ich glaube, man muss sich einfach immer wieder klarmachen, dass die Blogger immer nur die interessantesten, besten und schönsten Momente ihres Lebens beschreiben und dass sie nicht ihr Leben abbilden, sondern immer nur kleine Ausschnitte.
via jetzt.de | Blogger sind ein Mittelding zwischen Berühmtheit und Bekannten

Jut, dann hätten wir das ja geklärt. Der Artikel ist aber auch in seiner Gänze lesenswert. Und zwar nicht nur, weil er erklärt, warum Social Networking Services à la Facebook und StudiVZ einerseits den Narzissmus eines Jeden fördern, andererseits aber durch die so genannten “strong ties” im Zaum halten.

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Mit viel Tamtam in der kleinen Twitter-Welt wurde die Meldung breit getreten, dass Facebook jetzt auch Lokalisierung unterstützt.
Wermutstropfen bietet aber die Facebook-Hilfe:

At this time, the Places application is available to users in the Unit…

At this time, the Places application is available to users in the United States with mobile access to the Facebook application for iPhone or touch.facebook.com. Places will be rolled out more broadly and to other mobile devices and the web in the future. Please make sure that you are using the most up-to-date software version for your iPhone, Android, or mobile device or the Places application may not function properly. Alternatively, you can access the Places application through your device’s web browser by following these steps:

  1. Point your browser to http://touch.facebook.com.
  2. Tap the Places tab.
  3. When you are prompted to share your location, tap “Share Location.”
(Hervorhebung von mir)Super, dass Facebook dennoch keine Kosten und Mühen gescheut hat, die Info-Seite hierzu auf Deutsch zu übersetzen.

Posted via email from r-post

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We have a biological drive. We eat when we’re hungry, drink when we’re thirsty, have sex to satisfy our carnal urges. We also have a second drive—we respond to rewards and punishments in our environment. But what we’ve forgotten—and what the science shows—is that we also have a third drive. We do things because they’re interesting, because they’re engaging, because they’re the right things to do, because they contribute to the world. The problem is that, especially in our organizations, we stop at that second drive. We think the only reason people do productive things is to snag a carrot or avoid a stick. But that’s just not true. Our third drive—our intrinsic motivation—can be even more powerful.

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Ein sehr lesenswerter Beitrag darüber, wie uns das Fernsehen die soziale Interkation weggenommen hat und wie das Web 2.0 und Social Media diesen Freizeitbereich zurück erobern. Und ich gestehe: Es geht mir genau so. Statt dieses blöde Verdummungsprogramm in der Glotze einzuschalten beschäftige ich mich lieber mit vielen, vielen anderen Dingen, die teilweise nützlich, meistens aber nicht wirklich für irgendwas brauchbar sind. Es sind einfach Dinge, die mich interessieren und die mich neugierig machen. Eine Art “geistige Selbstbefriedigung“.

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