Ich beschäftige mich ja in meinen Job schon seit geraumer Zeit mehr oder weniger mit dem Thema Usability der Webseite. Ich weiß, dass das alles nicht mehr so wirklich “state of the art” ist, was vermutlich auch daran liegt, dass die geistigen Urheber des Layouts – und vor allen Dingen der Navigation – scheinbar an der wahnsinnigen Komplexität der Inhalte scheiterten. Oder genauer gesagt daran, diese benutzerfreundlich zusammen zu stellen, anzuordnen, zu sortieren. Oder sie hatten eine andere Vorstellung davon, als ich.

Aber ich bin eben auf diesen interessanten Artikel aus dem Jahre 2000 (!) gestoßen: Why You Only Need to Test with 5 Users. Ich kann fast gar nicht glauben, dass man sich “damals” schon so umfassend mit Website-Usability auseinander gesetzt hat. Aber es klingt ganz einleuchtend:

Je mehr Probanden eine Seite testen, desto öfter werden sich die eigenen Erkenntnisse hinsichtlich Usability und Design wiederholen. Unschlagbar aber:

The most striking truth of the curve is that zero users give zero insights.

via Usability Testing with 5 Users Jakob Nielsen’s Alertbox. Hervorhebung im Original

Im Grunde ist es also überlegenswert, solch einen Usability-Test statt mega-aufwändig von einem völlig überteuerten Dienstleister mit zig Probanden und Beteiligten laufen zu lassen, den ganze Spaß doch einmal in Kleingruppen selbst durch zu führen. Nur wer wertet die Ergebnisse hinterher aus und setzt die Erkenntnisse um? So werden neue Projekte geboren :-)

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Das Engagement in den sozialen Medien ist keine rein berufliche Angelegenheit, doch oft auch keine rein private. Mitarbeitende twittern, posten und tauschen, was und wann sie wollen, auch über ihren Arbeitgeber. Die mobilen Applikationen erleichtern dies. Eine reine Top-down-Kommunikation hat gute Chancen kontraproduktiv zu wirken. Das Ziel sollte die Akzeptanz der in den Guidelines transportierten Botschaften sein und dementsprechend erstellt und eingeführt werden. Unternehmen, welche die Plattformen zur internen Nutzung freigegeben haben, zählen auf die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden und die Führungskompetenz der Vorgesetzten.

[...]

Social Media Guidelines können sehr hilfreich sein. Einen ihrer wichtigsten Dienste, die Auseinandersetzung mit dem Thema ist bereits getan, wenn die Guidelines so eingeführt wurden, dass sie von den Bezugsgruppen akzeptiert werden. Sie werden mit Vorteil schriftlich festgelegt, um Unternehmen wie Mitarbeitenden zu ermöglichen, sich bei Unstimmigkeiten darauf zu beziehen.

via bisculm.com

Alter Wein in neuen Schläuchen – oder: immer wieder die gleiche Leier. Manche Dinge ändern sich scheinbar auch in dieser hyperaktiven, hyperdynamischen 2.0-Gedöns Welt nicht so schnell.

Ich habe heute morgen so eine E-Mail bekommen. Nicht an meine “normale” Adresse, sondern natürlich an meine Firmenadresse. Da bin ich bisher ganz froh, dass ich noch nicht so eine Flut von 100 Mail am Tag bekomme, bei denen 90 mal der Spam-Filter versagte.

Die E-Mail hatte auf den ersten Blick einen durchaus seriösen Eindruck auf mich gemacht: Eine chinesische Domainnamenregistraturbehörde (oder wie das heisst) meinte mich darüber zu informieren, dass … ach was, lest selbst:

Von: david.tao [mailto:david.tao@eastdnssolution.org]
Gesendet: Freitag, 20. Mai 2011 07:45
Betreff: Urgency ! Concerning ” [xxxx]“brand name dispute
Wichtigkeit: Hoch

(If you are not the person who is in charge of this, please forward to the right person/ department, as this is urgent, thank you.)

Dear CEO,

We are the department of registration service in China. we have something which needs to confirm with you. We formally received an application on May 20th, 2011. One company called “Ailon Trading Co.,Ltd” is applying to register ” [xxxx]” as Brand name and domain names as below:

[xxxx].asia
[xxxx].cn
[xxxx].com.cn
[xxxx].com.hk
[xxxx].com.tw
[xxxx].hk
[xxxx].tw
[xxxx].in

After our initial checking, we found the Brand name and domain names being applied are as same as your company! So we need confirmation with your company. If the aforementioned company is your business partner or your subsidiary, please DO NOT reply us, we will approve the application automatically. If you don’t have any relationship with this company, please contact us within 5 workdays. If over the deadline, we will approve the application submitted by “Ailon Trading Co.,Ltd” unconditionally.

Best Regards,

David Tao

Senior consultant

2011-5-20

david.tao,david.tao@eastdnssolution.org
2011-5-20

via Email. Der Firmenname ist aus-ge-ixst (“[xxxx]“)

Mir kam es gleich ein bischen komisch vor, ich traue dem Chinesen nicht. Das ist nicht diskriminierend gemeint, deshalb konkreter: Ich traue dem Chinesen nicht, wenn er mir eine E-Mail schreibt die irgend einen geschäftlichen Inhalt haben vorgaukeln will.

Ich habe die E-Mail heute morgen jedoch für ernst genommen und natürlich gleich mal meinen Chef interviewt, wie wir vorgehen. Wir Ich haben sogar beim Rechtsanwalt gefragt, ob wir in China als Marke registriert sind und unsere Agentur damit behelligt, ob die wüssten, wie das mit den Rechten in China ist. Das wussten die natürlich nicht. Ich habe die E-Mail so ernst genommen, dass ich sogar anfing eine Antwort zu schreiben. Bis mir meine Zweifel keine Ruhe mehr ließen.

Also fing ich an zu googeln und habe festgestellt, dass dieser “domain name scam” gar nichts neues, aber dafür bisher erfolgreich an mir vorbei gegangen ist.

Und was mich letztendlich vollkommen davon überzeugte, dass das SCAM oder SPAM sein muss war die einfache Frage: Woher haben die eigentlich meine E-Mail-Adresse? Denn die ist ja nirgendwo auf der Webseite publiziert! Das einzige, wo sie zu finden ist: yasni.de. Und irgendwie in Verbindung mit der Facebook-Seite der Firma. Und das wäre ja ein merkwürdiger Weg, einen Ansprechpartner vom Range eines CEO zu suchen (die auch natürlich auf der Webseite genannt sind), und dort dann die E-Mail-Adresse her zu nehmen.

Auf jeden Fall: oberpeinlich für mich! Darauf muss ich mir heut abend wohl einen Äppler extra mal gönnen. Morgen lach ich bestimmt schon wieder drüber und erzähle es als: Weisst du noch, damals, da ist mir mal was passiert…

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Ich lese zwischendurch immer mal wieder das Karrierebibel-Blog von Jochen Mai. Ich hab hier auch schon den einen oder anderen Tipp oder Idee ge-re-bloggt, wie man neudeutsch so schön sagt. Am meisten begeistern mich ja immer wieder diese Psycho-Analyse-Beiträge, in denen man viel über seine Chefs, Kollegen und sich selbst erfahren kann. Heute z.B. zum Thema Fahrstuhl: Welche (unterbewussten) Signale drückt man durch seine Körpersprache im Aufzug aus? Normalerweise bin ich bei diesen Beiträgen oft nur zum Teil beschrieben, oder komme gar nicht vor. Aber hier habe ich mich tatsächlich selbst erkannt:

Der Wandlehner

Man sollte denken, wer sich im Aufzug gegen die Wand lehnt, ist vor allem das: müde, ermattet, erschöpft. Denkste! In Wahrheit stellt diese entspannte Geste eine deutliche Machtdemonstration dar. Hier ist jemand, der es sich leisten kann, sowohl auf das aufdringliche Getöse eines Türstehers oder Dränglers zu verzichten sowie gegebenenfalls zu spät zu kommen. Denn er weiß: Ohne ihn läuft in dem Laden nichts. Seinen Machtanspruch muss dieser Typ nicht demonstrieren – er hat Macht und weiß es auch. Und kann deshalb ganz lässig in der Ecke lehnen und den anderen bei ihrem Theater zuschauen. Den sollten Sie ansprechen und genauer kennenlernen!
via karrierebibel.de

Nun ja, ich weiss nicht … obwohl, eigentlich hat er recht ;-)
Die anderen Typen haben es aber auch in Sich und sind gut gezeichnet:

  • Der Telefonist
  • Der Armeverschränker
  • Der Strammsteher
  • Der Hosentaschenspieler
  • Der Nuschler
  • Der Türsteher
  • Der Drängler

Unbedingt lesen! Nicht nur amüsant, sondern auch informativ – hier kann man was über die Anderen lernen ;-)

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… und deshalb halten mich manche Kollegen für einen faulen Spinner. Dabei hat das nichts mit Faulheit zu tun sondern damit, dass ich mich nicht immer zu jeder Zeit von einem Telefonanruf von meiner derzeitigen Tätigkeit ablenken lasse. Das gilt besonders bei bestimmten Anrufern, die ihre Nummer im Display nicht verbergen können. Der Medizinische-Psychologie-Prof. Pöppel (an der Uni München) gibt mir recht:

Abgesehen davon brauchen wir eine Ich-Stärke: die Fähigkeit, nicht immer ans Telefon zu gehen, wenn es klingelt, nicht auf jede E-Mail sofort zu reagieren, auch wenn es vielleicht erwartet wird.

via Multitasking: „Facebook ist Selbstprostitution“ – Hintergründe – Feuilleton – FAZ.NET.

Ich predige das schon seit Jahren, aber mir hört ja keiner zu. ;-) Deshalb habe ich ja auch alle Outlook-New-E-Mail-Notifications abgeschaltet.

Genau so eine ewige Bergpredigt ist das hier aus dem gleichen Beitrag, den ich zwar anderswo bereits verwurstet habe – egal, doppelt hält besser:

Der Mensch kann sich immer nur auf eine Sache konzentrieren. Multitasking ist streng genommen grober Unfug und unmöglich; möglich ist, in einem Zeitfenster von einigen Minuten mehrere Dinge schnell hintereinander zu erledigen. Wenn ich das aber einen Tag lang mache, habe ich mich von den Informationen instrumentalisieren lassen und weiß gar nicht mehr wirklich, was ich gemacht habe.

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Ich lieeeebe Meetings! Nein, tue ich nicht. Denn nur die wenigsten warten am Ende mit zählbaren Ergebnissen auf. Diese 5 Gründe beschreiben schön, woran es in den meisten Fällen hapert und wann man doch mal lieber vorzeitig “Good bye” sagt.

  • Es gibt keine Agenda. Wenn Sie sowieso nicht wissen, warum Sie zusammen kommen, hat sich die Sache gleich erledigt. Sparen Sie unnütze Laberzeit, gehen Sie zurück an die Arbeit (oder schreiben Sie eine Agenda!).
  • Alle kommen zu spät. Unpünktlichkeit ist gelebte Arroganz. Sie sagt: Anderes ist mir wichtiger. [...] Nicht zuletzt wird die Bummelei gar zur Macht- und Dominanzstrategie, wenn man durch sein spätes Erscheinen dokumentiert, dass Meetings ohne einen nicht starten können. [...]
  • Keiner ist vorbereitet. Leider meinen manche, der tiefere Sinn einer Agenda besteht darin, Punkte zu haben, an denen man sich abarbeiten kann, während man sich parallel an einem Dialog aus Gratiskaffee und Knusperspaß vom Typ “Selection” erfreut. [...] Hat sich indes keiner vorbereitet, können Sie das auch als Indiz für einen denkfaulen und unorganisierten Haufen werten, den Sie nicht noch dadurch belohnen sollten, indem Sie Ihre kostbare Vorbereitungszeit daran verschwenden.
  • Es kommt nichts heraus. Gut, manchmal haben sich alle vorbereitet – und trotzdem zündet der Funke nicht. Qualität kommt von quälen, deshalb sollten Sie hier ruhig auch ein paar Schweigeminuten aushalten. Manche Gedanken brauchen Ruhe, um zu reifen. Aber wenn auch nach einer halben Stunde partout nichts passieren will, vertagen Sie das Meeting lieber, bis die Geister und Gemüter der Anwesenden frischer sind.
  • Sie würden nichts vermissen. Fragen Sie sich ehrlich: Braucht es dazu überhaupt eine Konferenz? [D]a Meetings wie oben beschrieben die inhärente Gefahr bergen, Zeit zu verschwenden, ist es besser, die letztlich unnötige Sitzung schon in der Planungsphase zu beenden.

via karrierebibel.de

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Als gelernter Betriebswirt steht man bei jedem neuen Konzept – manche mögen es auch Strategie nennen – natürlich vor einer wesentlichen Herausforderung: der Formulierung der Ziele. Beide Arten der Ziele, strategisch als auch operativ, sind ganz besonders beim Einsatz der sozialen Medien schwer jenen greifbar zu machen, die damit bisher überhaupt keine Erfahrungen haben. Denn in diesem besonderen Fall muss mit dem Konzept auch einhergehen, den Sinn und Zweck sowie die Anwendungsmöglichkeiten und -notwendigkeit der einzelnen Tools bzw. Elemente eingehender zu erläutern.

Werden wir durch den Einsatz sozialer Medien Abonnements, Anzeigen oder Bücher verkaufen?

Als ad hoc-Lösung zur Umsatzsteigerung kann und wird der Einsatz sozialer Medien nicht dienen können. Mittel- und langfristig muss dies jedoch unser Ziel sein. Die Benutzung neuer Medien wird direkte Erlössteigerung zunächst nur in sehr überschaubaren Größenordnungen hervorrufen. Sie kann über einen längeren Zeitraum aber indirekt für ein größeres Interesse bei all unseren Stakeholdern sorgen.

So wird ein erfolgreiches Blog zusätzliche Online-Anzeigenerlöse hervorrufen und durch sinnvolle Links auf unsere Webseite und deren Archivinhalte mehr Zugriffe generieren. Durch kompetente Diskussionen mit Lesern wird das Ansehen der Redaktion gestärkt und zusätzliches Renommé auf die Zeitschriften und Bücher des Verlages übertragen, was in einem nächsten Schritt auch den Absatz steigern wird. Der betriebswirtschaftliche Nutzen (Etrag) liegt also im Long Tail. Die Nähe zum Kunden und Interessenten herzustellen und mit ihm in einen direkten Dialog zu treten, steht als oberste Prämisse der Konzeption.

Social Media aber benötigt Zeit. Einen sofort messbarer Return-on-Investment wird es nicht geben. Auch ist es schwierig festzustellen, wie schwer die Entwicklung von Kompetenz in den neuen Medien sich letztendlich auf alle Absatzbereiche (Abonnements, Bücher, Anzeigen) auswirkt. Denn die Nutzung sozialer Medien wirkt zunächst vor allem auf das Image und die Markenwahrnehmung bei Stakeholdern aus.

Die Ziele in Zahlenform werden für jedes Nutzungselement der sozialen Medien einzeln bestimmt, denn nur so macht es Sinn. Sie werden auch nicht in Umsatz- oder Absatzzahlen definiert, sondern in den für sie jeweils relevanten Kriterien. Um einen in € messbaren Erfolg von Social Media zu bestimmen, sollten die Elemente mindestens ein, besser zwei Jahre erfolgreich und kontinuierlich in Benutzung sein um aus den bis dann gewonnenen Erfahrungswerten Vorhersagen für die Zukunft zu treffen.

Auf keinen Fall dürfen Social Media Plattformen und deren Anwendung als weiteres Medium für eine Werbekampagne betrachtet werden. Der Einsatz von Social Media steht unter der Prämisse einen langfristigen Kommunikationskanal einzurichten, der mit zunehmender Zeit an Autenthizität gewinnen soll und sich so von den Stakeholdern auch ernst genommen wird. Denn die Internetnutzer sind heutzutage hyperempfindlich gegenüber Werbung und lehnen diese bewusst ab.

Als etablierter Kommunikationskanal können die Social Media Anwendungen aber existierende Werbekampagnen aufnehmen und verlängern.

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Zugegeben, diese Web 2.0- und Social-Media-Welt scheint für viele Leute da draussen eine Parallelwelt zu sein. Eine Parallelwelt, die sich in diesem abstrakten, kaum vorstellbaren Ort Internet entwickelt hat aber eigentlich nur von sozial verarmten Verrückten bevölkert so.

Wir hier drin wissen, dass das in Einzelfällen so sein mag, in der überwiegenden Masse aber keineswegs der Fall ist. Im Grunde genommen spiegeln die sozialen Netzwerke und Communities sehr die reale Offline-Welt wieder. Kommunikation der Menschen untereinander findet in den meisten Gegenden sogar intensiver statt, als dort. Die Techniken sind ein wenig anders, aber die Gepflogenheiten und der Umgang miteinander sind eigentlich ganz normal – oder vielleicht sogar ein wenig mehr so, wie sie sein sollten.

Dennoch ist es äusserst schwierig, den militant-verneinenden Offlinern, die sich der nächsten Entwicklungsstufe der Gesellschaft bisher erfolgreich verweigern, die Chancen, Möglichkeiten und Umgangsformen sowie die Risiken und Nebenwirkungen zu erklären. Für viele ist – besonders im Zusammenhang mit dem Beruf und dem Unternehmen – das Internet einfach ein Ort, an dem man Informationen liegen lässt. Die Produktbroschüre 1:1 ins Netz stellen ist oftmals noch State-of-the-art, für mehr tauge das Netz sowieso nicht.

Wenn sich ein Unternehmen auf die Suche danach begibt, wie es denn neue Stammkundschaft aufbauen kann, muss es nachschauen, wo sich Personengruppen aufhalten, die man bislang vielleicht überhaupt nicht auf der Beobachtungsliste hatte.

via basicthinking

Ich möchte für mein Unternehmen bzw. unser Hauptprodukt jetzt endlich mal ein Social Media Konzept erstellen. Gerade, um neue Kundenkreise zu erschließen, die mit den alten Medien fast gar nichts mehr zu tun haben. Andererseits natürlich auch, um die Reputation des Unternehmens und des Produkts zu steigern. Gerade in unserer Branche und dem sehr konservativen Teilmarkt davon sehe ich große Chancen, der Konkurrenz mit wenigen Mausklicks Jarhzehnte voraus zu eilen und einen direkten Draht zu den Kunden herzustellen.

Solch ein Konzept zu erstellen und begreiflich zu machen, erscheint mir als 2.0er / Digital Native / You-Name-It nicht einfach. Bersonders im Zusammenhang mit der Erzkonservativen Klientel auf beiden Seiten: sowohl den Kollegen innerhalb des Unternehmens, als auch dem Kundenkreis. Wobei letzterer meiner bisherigen Erfahrung nach viel fortschrittlicher in Sachen Web 2.0 ist, als viele meiner Kollegen auch nur erahnen können/wollen – Elfenbeinturm ist das Stichwort.

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Witzig war ja die eine Situation bei der Visite heute morgen.

Chefarzt: “Ja Herr S., da hat es sie ja ganz schön krass erwischt.”
Zu den anderen anwesenden Ärzten: “Hat davon schon einer ein Foto gemacht?”
Eine Ärztin antwortet: “Ich hab das gestern schon aufgeschrieben ja.”
Chefarzt: “Diese scheiß Aufschreiberei immer! Also gibts kein Foto?!”

Endlich mal einer, der es ausspricht. Ich fand das ziemlich klasse – diese ständige hin- und her Schieberei von Verantwortungen kotzt mich nämlich auch an. Besonders wenn’s um so Lapalien geht. Ich finde, wer Angst davor hat, sich an kleinen Aufgaben die Hände schmutzig zu machen, sollte keine mehr verteilen dürfen.

Ich werde an diese Situation bestimmt wieder denken, wenn ich über die nächste Liste, die ich machen soll diskutiere. Eine Liste, in der wie immer alles drin steht, aber nichts abzulesen ist. Vielleicht frag ich dann auch einfach mal: Also gibt’s davon kein Foto?!

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Jetzt habe ich eine Weile nichts mehr gebloggt. Aber gestern stieß ich auf einen interessanten Blog-Beitrag bei Productive Flourishing. Dies ist ein Blog, dass sich Tipps & Tricks rund um das GTD-Selbstmanagement und Produktivität widmet.

Eine grundlegende These des Beitrags Stop Checking Email! ist:

Ändern neu eintrudelnde E-Mails wirklich meine To-Do-Liste für den Tag?

Grundsätzlich irgendwie schon. Aber eigentlich sollten sie es nicht tun. Wenn ich im Moment mit einer Aufgabe (wie jetzt im Moment z.B. beim Bloggen) beschäftigt bin, dann wäre es total unsinnig, mich von einer einzelnen E-Mail ablenken zu lassen. Und dies tut sie in zweierlei Hinsicht:

1. Ich werde aus der aktuellen Aufgabe gerissen. Nach dem Lesen muss ich mich erst mal wieder neu einarbeiten.

2. Lenkt es mich während der aktuellen Aufgabe schon ab, weil ich (im Hintergrund) darüber nachgrübele, wie ich das am besten und schnellsten erledige und wann das am heutigen Tage noch Platz hat.

3. Wie Charlie sehr schön beschreibt: Man läuft hohe Gefahr, sich im Infinite Loop of Technological Distractions zu verlieren. (A message in your Inbox causes you to go to that website, that website sends you to another, you want to check in on Twitter, until you’ve finally forgotten why you’re where you are in the first place. When you finally get your wits about you, you return to your Inbox – probably to find more stuff in there, and the cycle begins anew.)

Und worst case:

4. Ich lasse meine derzeitige Aufgabe/Tätigkeit komplett sausen und widme mich direkt der neuen – und habe eine weitere Sache auf dem Stapel der unerledigten Dinge.

Ich habe bei mir im Outlook sämtliche neue-E-Mail-Hinweise abgeschaltet. Benachrichtigung-Ton, Tray-Icon, Pop-Up – alles weg. Ich prüfe nur noch drei bis vier mal täglich im Büro auf neue Nachrichten: morgens, zum Mittag und nachmittags. Es sei denn, ich warte auf dringende Rückmeldung bezüglich der Aufgabe, die ich gerade erledige. Trotzdem kann ich das jedem emfpehlen. Ganz besonders dann, wenn man jeden Tag das Gefühl hat, dass man am Rotieren ist und nichts wirklich erledigt bekommt und nur von einem halb-fertigem Ding zum nächsten geschleudert wird. In ganz dringenden Fällen gibt es ja auch noch dieses Telefon-Gerät.

Aber auch beim Warten auf eine Antwort ist die Gefahr, dass ich anfange schnell ein paar E-Mails abzuarbeiten, deren Beantwortung unterstellt wird, nicht viel Zeit in Anspruch zu nehmen. Das dauert dann aber doch meist länger als erwartet.

Ich mache mir jetzt schon Gedanken darüber, wie ich meinem völlig überfülltem Posteingang nach meinem Urlaub Herr werde. Ich glaube ich mach einfach die Alles-nichts-oder-Methode: Strg + A und Entf.

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